Ver-rückt

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;

seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben!

George Bernard Shaw

geb. am 26.Juli 1856 (Dublin),

gest. am 2. November 1950 (Ayot St.Lawrence)

Nobelpreis für Literatur 1925

 

Nicht nur für biedere Spießbürger ist normal positiv, verrückt aber negativ. Der Kleinmut hält sich strikt und brav an die Norm und wagt nicht abzuweichen. Doch die Norm ist einfach nur der Durchschnitt, das Mittelmäßige, das, was man tut (frau ist noch nicht normal) oder was alle sagen, denken, kaufen, haben... Das bedeutet unweigerlich eine Festlegung auf den Status quo, der nicht verrückt werden darf, oft nur, weil mächtige Interessensgruppen dahinterstehen. Jene, die aber doch mehr oder weniger fest daran rütteln, die sind eben verrückt. Jede neue Mode, Idee, Kunstrichtung ist zunächst (von der alten weg) ver-rückt, bis sie sich durchgesetzt hat und somit normal, also zur Norm geworden ist. Es ist billig, bequem und gesellschaftlich sicher, jene Ab-normalen einfach als nicht ganz richtig im Kopf auszugrenzen, als politisch unzuverlässig zu verdächtigen. Demnach ist es nicht normal, sie nach ihren persönlichen, ökologischen und sozialen Gründen zu fragen. Aber ist denn alles so gut, wie es ist?

 

Versuchen wir es doch einmal mit dem Ver - rücktsein!

 

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